Promovieren an der Friedrich-Alexander-Universität

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Promotionswillige müssen eine Betreuerin oder einen Betreuer ("Doktormutter" oder "Doktorvater") an der FAU finden und eine Zusage von ihm oder ihr einholen. Zur Betreuung berechtigt sind Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer (auch im Ruhestand).

In den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Medizin werden üblicherweise an Lehrstühlen und Instituten Promotionsthemen vergeben, um die sich die Kandidat/innen bewerben können. Gelegentlich sind die Projekte mit einer ausgeschriebenen Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in verknüpft, manche Vorhaben werden auch innerhalb von Graduiertenkollegs und ähnlichen strukturierten Promotionsprogrammen vergeben.

In der beschriebenen Weise kommen zuweilen auch Promovierende in den Sozial- und Geisteswissenschaften an ein Forschungsthema und finden so eine Betreuerin bzw. einen Betreuer. Häufig ist es aber gerade in den Geisteswissenschaften der Fall, dass man mit einem selbst gewählten Vorhaben eine/n Betreuer/in sucht und mit ihm oder ihr schließlich die Fragestellung genauer entwickelt.

Um einen passenden Betreuer bzw. eine passende Betreuerin zu finden, empfiehlt sich ein Blick auf die Websites der Fakultäten. Dort können Sie weiter nach den Sie interessierenden Forschungsgebieten und Ansprechpartnern recherchieren. Am besten wenden Sie sich direkt an den oder die potentielle/n Betreuer/in für Ihre Promotion, indem Sie Ihrer Anfrage bereits Ihren Lebenslauf und ein Exposé Ihres Forschungsvorhabens beifügen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie an aktuelle Forschungsprojekte oder Publikationen der/s potentiellen Betreuerin/s anknüpfen: generische Massenbewerbungen ohne Anknüpfungspunkt werden nicht angenommen. Die besten Chancen ergeben sich sicherlich im persönlichen Gespräch, beispielsweise auf Konferenzen, falls Sie nicht direkt hier in Erlangen bzw. Nürnberg das Gespräch suchen können.

Je nach fachlicher Ausrichtung wird ein spezifischer Doktorgrad vergeben. Die Verleihung des Titels erfolgt durch die Fakultäten der Universität. Diese regeln in ihren Promotionsordnungen die Bedingungen für die Zulassung, die Meldung zum Promotionsverfahren (das mit der Abgabe der Arbeit beginnt) sowie die Regularien für die mündliche Prüfung.

Promovierende können sich als Promotionsstudentin bzw. Promotionsstudent für längstens sechs Semester einschreiben und so von einigen Vorteilen profitieren. Weitere wichtige Hinweise zur Einschreibung finden Sie bei uns unter dem Stichwort Immatrikulation. Unabhängig von der Immatrikulation sollten Sie in jedem Fall Ihr Promotionsvorhaben registrieren.

Die Dissertation kann in deutscher, oder nach den Bestimmungen der jeweiligen Ordnung, in englischer Sprache verfasst werden. In den Fächern der Philosophischen Fakultät und des Fachbereichs Theologie sind weitere Sprachkenntnisse nachzuweisen.

Bewerberinnen und Bewerber mit einem sehr guten Diplomabschluss, den sie an einer Fachhochschule erworben haben, können an der FAU an einigen Fakultäten an einem Promotionseignungsverfahren teilnehmen. An Fachhochschulen erworbene M.Sc.-Abschlüsse sind denen von Universitäten gleichgestellt. Details hierzu finden sich in den jeweiligen Promotionsordnungen.

Die Promotionsordnungen der Naturwissenschaftlichen Fakultät und des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sehen außerdem vor, dass besonders befähigte Bachelor-Absolvent/innen , die ihr Studium an einer Universität abgeschlossen haben, unter bestimmten Voraussetzungen zur Promotion zugelassen werden können. Das Graduiertenkolleg 1660 der DFG (Schlüsselsignale der Adaptiven Immunantwort) bietet neuerdings ein eigenes Programm für Bachelorabsolvent/innen an, in dem die Nachwuchswissenschaftler/innen in viereinhalb Jahren zum Doktortitel geführt werden sollen.

Genauere Auskünfte zu den Voraussetzungen zur Promotion erteilen die jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Promotionsbüros. Bei der Promotion an der Medizinischen Fakultät berät außerdem das Doktoranden-Service-Center der Fakultät.

Zu Beginn des Promotionsvorhaben sollten Sie außerdem mit Ihrem Betreuer/Ihrer Betreurin den Leitfaden zur guten Praxis für die Durchführung und Betreuung einer Promotion gemeinsam durchsprechen.